Motorradhandschuhe für Tour, Stadt und Adventure
Motorradhandschuhe für Tour, Stadt und Adventure, von Alpinestars, IXS, O'Neal und GMS. Sommer-Modelle mit Mesh und perforiertem Leder, Allwetter-Handschuhe mit Membran für die Übergangszeit, gefütterte Winter-Varianten und Adventure-Handschuhe mit kurzer Stulpe für die GS-Tour. Alle CE-zertifiziert nach EN 13594:2015, viele mit zusätzlichem Knöchelprotektor.

Sommer, Winter oder ein Paar fürs ganze Jahr?
Ein Paar Motorradhandschuhe für April bis Oktober reicht selten. Sommer-Modelle mit Mesh kühlen bei 8 Grad und Regen schnell aus. Winter-Handschuhe schwitzen bei 25 Grad. Wer wirklich die ganze Saison fährt, kommt mit zwei Paaren am weitesten: ein luftiges für die heißen Tage, ein Allwetter-Handschuh mit Membran für alles dazwischen. Eine passende Motorradjacke verlängert die Saison oben.
Welcher Typ macht was, und wo liegen die Grenzen?
| Typ | Für wen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Sommer | Schönwetter, Stadt, Hitze | Mesh oder perforiertes Leder. Nicht regenfest. |
| Touring / Allwetter | Vielfahrer, Pendler, lange Etappen | Membran hält trocken, kostet etwas Griffgefühl. |
| Winter | Ganzjahresfahrer unter 10 Grad | Dick gefüttert. Wird sperrig. |
| Adventure | GS-Fahrer, gemischtes Terrain | Kurze Stulpe für mehr Bewegung. |
Worauf beim Kauf achten?
Was sagt das CE-Etikett? Pflicht ist die Norm EN 13594:2015. Level 1 ist der Mindestschutz mit guter Beweglichkeit, Level 2 hält mehr aus, ist aber steifer. Für entspannte Tourenfahrer reicht Level 1, wer schneller fährt, sollte zu Level 2 greifen.
Knöchelprotektor: Steht KP auf dem Etikett, sind die Knöchel separat geprüft. Fehlt das Kürzel, bringt eine Plastikkappe optisch wenig.
Stulpenlänge: Lang schließt über der Jacke und hält Wasser draußen, kurz gibt mehr Bewegungsfreiheit. Für die Stadt reichen kurze, für Touring sind lange klar besser. Bei wasserdichter Motorradhose und langer Jacke gehört die Stulpe nach außen, sonst läuft der Regen genau in den Ärmel.
Material: Leder ist abriebfester als Textil, das haben ältere ADAC-Vergleiche bestätigt. Textil-Mischungen sind dafür leichter, atmungsaktiver und oft touchscreen-tauglich. Ab Autobahntempo ist Leder in der Handfläche der härtere Schutz.
Probier den Handschuh mit deiner Motorradjacke an. Stulpe drüber oder drunter entscheidet sich erst, wenn der Ärmel im Spiel ist.
Häufige Fragen zu Motorradhandschuhen
Sind CE-zertifizierte Motorradhandschuhe Pflicht?
Im Fachhandel ja: Was als Schutzhandschuh verkauft wird, muss nach EN 13594:2015 geprüft sein. Ungeprüfte Stoffhandschuhe ersetzen das nicht, weder rechtlich noch im Sturz.
Was bedeutet KP auf dem Etikett?
KP heißt Knöchelprotektor und zeigt, dass der Handrücken auf Aufprall geprüft wurde. Level 2 gibt es nur mit KP. Wer sportlich fährt, sollte ohne KP nicht losrollen.
Lieber Leder oder Textil?
Leder, wenn Abriebschutz im Vordergrund steht: Sport, Tour mit Autobahnanteil. Textil-Mischungen, wenn Belüftung und Touchscreen zählen: Stadt, Adventure, Hitze. Für die meisten Tourenfahrer ist ein Leder-Textil-Hybrid der ehrliche Kompromiss.
Welche Größe passt wirklich?
Hand ohne Daumen über den Knöcheln messen, in Zentimetern mit der Tabelle des Herstellers vergleichen. Im Zweifel kleiner greifen, Lederhandschuhe weiten sich.
Was tun, wenn der Handschuh durchnässt ist?
Bei Zimmertemperatur trocknen, nie auf der Heizung. Zeitungspapier hineinstopfen zieht Restfeuchte. Danach Membran neu imprägnieren, sonst hält der nächste Regen nicht stand.
Schon den passenden Helm dazu? Adventure Helme























































