Crosshelm für Strecke, Training und Gelände
Ein Crosshelm muss zwei Dinge gleichzeitig können: dich bei einem Sturz wirklich schützen und dabei leicht genug bleiben, dass dein Nacken nach drei Trainingsrunden nicht protestiert. Hier findest du Modelle für jedes Niveau, von Einsteiger-Helmen aus Polycarbonat bis zu Carbon-Schalen für den Renneinsatz. Dazu Combos mit passender Crossbrille, Kinder- und Jugendgrößen sowie Modelle nach aktueller ECE-22.06-Norm. Marken wie Fox Racing, Alpinestars und O'Neal sind durchgehend lieferbar.

Polycarbonat, Composite oder Carbon, was passt zu dir?
Beim Crosshelm entscheidet das Schalenmaterial fast alles: Preis, Gewicht, Schutzniveau. Wer einmal pro Monat eine Hobby-Runde dreht, braucht keine Carbon-Schale. Wer jedes Wochenende zwei Trainingsstunden auf der Strecke abreißt, merkt 250 Gramm weniger im Nacken sehr deutlich.
| Material | Preisbereich | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Polycarbonat | ab ca. 100 € | Einsteiger, Gelegenheitsfahrer, Kinder- und Jugendgrößen |
| Composite | ca. 250–500 € | Regelmäßige Hobby-Fahrer, Trainings-Wochenenden, ECE 22.06 in der gesamten Range |
| Carbon | ab ca. 500 € | Race-Fahrer, FIM-Lizenz, lange Sessions, MX Masters |
Klare Empfehlung: Für die meisten ist ein Composite-Helm die beste Wahl. Carbon zahlt sich erst aus, wenn du regelmäßig in Wertungen fährst oder lange Trainingstage hast. Wer sonst kaum auf dem Bike sitzt, gibt das Geld besser für eine ordentliche Crossbrille und einen MX Nackenschutz aus. Marken wie Fox Racing, Alpinestars und O'Neal decken alle drei Material-Stufen ab, vom Einsteiger-Modell bis zum Race-Helm aus Carbon.
Ein Hinweis für alle, die Strecke und Straße mischen: Ein klassischer Crosshelm hat kein Visier, du brauchst zwingend eine Crossbrille. Wer auf längeren Touren auch mal über Asphalt fährt und ein Visier will, schaut besser zum Adventure Helm mit integriertem Visier und Schirm.
Worauf du beim Kauf eines Motocross Helms achten solltest
Ein neuer Crosshelm muss seit Juni 2023 die ECE 22.06 erfüllen, das ist die Norm, nach der seit diesem Stichtag produziert wird. Ältere Modelle mit ECE 22.05 darfst du weiter tragen, sie genießen Bestandsschutz. Wer in offiziellen FIM-Wettkämpfen startet, braucht seit Januar 2026 zusätzlich die FIM-Norm FRHPhe-02, erkennbar am genähten FIM-Label am Kinnriemen. Hersteller wie Alpinestars und Bell haben bereits FIM-homologierte Off-Road-Modelle im Programm. Für alle, die nicht in FIM-Serien starten, reicht ECE 22.06 vollständig.
Beim Verschluss bist du bei einem Doppel-D-Verschluss am sichersten, viele Veranstalter schreiben ihn bei Rennen sogar vor. Klick- oder Ratschen-Verschlüsse sind komfortabler, können sich bei einem schweren Sturz aber öffnen.
Gewicht und Belüftung lesen sich auf dem Datenblatt nüchtern, machen den Unterschied aber spätestens nach der zweiten Trainingseinheit. Ein MX-Helm zwischen 1.000 und 1.300 Gramm ist ein guter Korridor, alles über 1.500 Gramm zieht im Nacken. Belüftungsöffnungen am Kinn und am Oberkopf sollten echte Luftwege sein, keine Deko.
Kopfumfang messen und richtig sitzen
Leg ein Maßband knapp über die Augenbrauen, einmal rund um den Kopf, dort wo der Kopf am breitesten ist. Vergleich den Wert mit der Größentabelle des Herstellers, Größen variieren zwischen Marken um bis zu zwei Zentimeter. Im Zweifel kleiner greifen. Die Polster setzen sich nach fünf bis zehn Fahrten und der Helm wird dann sowieso etwas weiter.
Sitzt der Helm richtig, kannst du ihn bei geschlossenem Kinnriemen nicht nach vorn vom Kopf ziehen. Drückt er nach 20 Minuten an der Stirn oder an den Schläfen, ist er die falsche Größe oder die falsche Schalenform. Manche Marken bauen rundere, andere ovalere Schalen. Wer mit Fox Racing bisher zufrieden war, passt oft auch in Alpinestars, das ist aber nicht verlässlich, nur ein Anhaltspunkt.
Häufige Fragen zum Crosshelm
Welche Norm muss ein Crosshelm erfüllen?
Für neu produzierte Helme gilt seit Juni 2023 die ECE 22.06. Helme mit alter ECE 22.05 darfst du weiter tragen, sie haben Bestandsschutz. Achte beim Kauf auf den Aufkleber im Innenfutter oder am Kinnriemen.
Brauche ich für einen Crosshelm eine extra Brille?
Ja. Ein klassischer Crosshelm hat kein Visier, dafür wird zwingend eine Crossbrille benötigt, die unter dem Helmschirm Halt findet. Wer beides zusammen kaufen will, greift zur Combo, dort sind Helm und Brille farblich und passgenau abgestimmt.
Wann sollte ich meinen Helm austauschen?
Spätestens nach drei bis fünf Jahren, weil die EPS-Innenschale durch Schweiß, UV und Temperaturschwankungen an Dämpfung verliert. Sofort raus aus dem Schrank, wenn du einen harten Sturz auf den Helm hattest, auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist. Die Energie wird einmal absorbiert, danach ist der Schutz weg.
Was bringt MIPS bei einem Crosshelm?
MIPS reduziert Rotationskräfte bei schrägen Aufprallen, indem die Innenschale leicht gegen die Außenschale verschieben kann. Pflicht ist es nicht, sinnvoll bei intensivem Einsatz schon. Wenn das Budget knapp ist: lieber besser sitzender Helm ohne MIPS als schlecht sitzender Helm mit.
Lohnt sich Carbon, oder reicht Polycarbonat?
Für Hobby-Fahrer reicht Polycarbonat oder Composite. Carbon spart 150 bis 300 Gramm und das spürst du erst bei langen Sessions oder im Renneinsatz. Wer nicht in Wertungen fährt, hat von der Mehrausgabe wenig.
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